Erektile Dysfunktion
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  • Wirkungsweise

    Bei der Reizstromtherapie handelt es sich um die Anwendungniederfrequenter, völlig ungefährlicher Ströme, die meistens über Klebeelektroden auf der Haut appliziert werden. Sie stimulieren dort z.B. Nerven- oder Muskelzellen, was man seit Jahren in der Schmerztherapie, der Muskelrehabilitation oder der Inkontinenztherapie nutzt. Auch für die Behandlung der erektilen Dysfunktion stehen seit Mitte der 90er Jahre Geräte zur Verfügung. Die Therapie ist medizinisch hinlänglich erforscht worden und bei korrekter Anwendung einfach, nebenwirkungsfrei und kostengünstig. Sie wird durch den Patienten diskret zu Hause durchgeführt, ohne Termindruck und ohne auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein.

     

     

    Die Wirkung ist zum einen durch die Stimulation der glatten Muskelzellen der Schwellkörper zu erklären. Diese Muskulatur ist nicht willkürlich zu beherrschen und entzieht sich damit einem aktiven Training. Die Reizströme dagegen simulieren den Nervenimpuls, auf den die Muskelzellen normalerweise reagieren. So wird deren Reaktionsbereitschaft und Schnelligkeit gesteigert.

    Dieser Prozeß braucht etwas Zeit. Durch die Stimulation wird keine direkte Erektion hervorgerufen. Die Wirkung der Reizstromtherapie wird vielmehr erst durch ein mehrere Monate dauerndes Training der Schwellkörper- und Beckenbodenmuskulatur sichtbar. Dann kann sich eine Zunahme der Erektionsstärke und -dauer bzw. überhaupt wieder eine Erektion zeigen.

    Davon abgesehen ist ein Mann durch bloßes Anspannen der Beckenbodenmuskulatur in der Lage, den Druck im Schwellkörper zu erhöhen. Dadurch kann die Erektion verstärkt und verlängert werden.

     

     

  • Indikationen

    Der Phalli-Max stellt drei Programme zur Verfügung, die unterschiedliche Anwendungsvoraussetzungen haben. Sie unterscheiden sich auch in der Anlageposition der Klebeelektroden, welche unten beschrieben werden. Zur Verdeutlichung finden Sie entsprechende Zeichnungen, die auch die Verkabelung zeigen. Hierbei ist die Farbe des Kabels (blau oder rot) ausschlaggebend für die Polung und somit unbedingt zu beachten!

     


    Programm 1:
    Zur Stärkung der Muskelzellen des Schwellkörpers

     

     

     


                                                        

                                (Abb. 1)                                                                                 (Abb. 2)

     

     


    Bestreichen Sie die Schlingenelektrode mit Elektrodengel, und legen Sie sie um den Penis, etwas unterhalb der Eichel.
    Ziehen Sie die Schlinge zu, so daß die Elektrode gut anliegt, aber nicht einschnürt (Abb. 1) .                                                  

    Verbinden Sie ein Ende der Schlingenelektrode mit dem Stecker des roten Kabelendes.
    Die zweite Elektrode kleben Sie oberhalb der Schambehaarung auf den Unterbauch (Abb. 2) .

    Verbinden Sie sie mit dem blauen Kabelende.

    Wenden Sie dieses Programm im Wechsel mit Programm 2 für 30 min täglich an!

     

     

     



    Programm 2:
    Zur Stärkung der Muskelzellen des Schwellkörpers

     

     

                                        

                                                            (Abb. 3)

     



    Sie kleben die Elektroden seitlich in Längsrichtung auf den Penisschaft auf  (Abb. 3) (Kabelanschluß nach Belieben).

    Wenden Sie dieses Programm im Wechsel mit Programm 1 für 30 min täglich an!

     

     

     

     

     


    Programm 3:
    Zur Stärkung des Beckenbodens

     

     

     

                              

                                                          (Abb. 4)

     

     



    Für das Beckenbodentraining nehmen Sie eine Elektrode für den Damm (blaues Kabel), die andere wird oberhalb der Schambehaarung (rotes Kabel - oberhalb des Schambeinknochens) angebracht (Abb. 4).

    Wenden Sie dieses Programm einmal täglich für 30 min an!


    Verbinden Sie die Elektroden mit den Stromkabeln, wobei Sie die Farbe der Kabel beachten. Der Stecker wird in das Gerät gesteckt, der gewünschte Stimulationsmodus über den Schiebeschalter gewählt, und schon kann es losgehen. Mit dem Intensitätsregler stellen Sie eine angenehme Stromstärke ein, und nach Ablauf der Behandlungszeit gehen Sie in umgekehrter Reihenfolge vor.



     

     


    Wann darf ich den Phalli-Max nicht anwenden?


    Sie dürfen die Reizstromtherapie nicht anwenden,


    • wenn dort, wo die Elektroden zu liegen kommen, Entzündungen, Ekzeme, Wunden sind.


    • wenn Störungen der Hautempfindlichkeit, z.B. nach Operationen oder durch Nervenverletzungen, vorliegen. Dadurch kann die Stromstärke nicht abgeschätzt werden. In diesem Falle sollte in einem gesunden Gebiet, etwa an der Innenseite der Oberschenkel oder des Unterarms, getestet werden, wie stark der Strom sein darf. Diese Einstellung der Intensität darf dann auf keinen Fall überschritten werden.


    • wenn bösartige Tumore im Beckenbereich oder der Haut der Umgebung bestehen. Stromanwendung regt den Stoffwechsel an und verbessert die Durchblutung von Geweben. Eine Anwendung im Bereich bösartiger Tumore könnte damit ein Tumorwachstum fördern.


    • wenn Sie elektrische Schrittmacher tragen. Durch eine Stromanwendung in der Nähe von elektrischen Schrittmachern (Herzschrittmacher, Neurostimulatoren bei Durchblutungsstörungen der Beine oder nach Rückenmarksverletzungen) können die Schrittmacher irritiert werden und eventuell ihre Funktion einstellen. Wenden Sie den Phalli-Max auf keinen Fall an, ohne ärztlichen Rat eingeholt zu haben.


    • wenn Sie frisch eingesetzte Hüftprothesen oder Knochenplatten im Beckenbereich haben, bis zu 6 Wochen nach Operation. Heute verwendete Metallimplantate (Hüftprothesen, Knochenplatten etc.) werden durch Reizströme nicht erwärmt, eine „innere Verbrennung“ tritt nicht ein. Was allerdings möglich wäre, ist die Implantatlockerung, hervorgerufen durch Zuckungen der Muskulatur am frisch operierten Knochen