Wirkungsweise

Wirkungsweise

Bei der Reizstromtherapie handelt es sich um die Anwendungniederfrequenter, völlig ungefährlicher Ströme, die meistens über Klebeelektroden auf der Haut appliziert werden. Sie stimulieren dort z.B. Nerven- oder Muskelzellen, was man seit Jahren in der Schmerztherapie, der Muskelrehabilitation oder der Inkontinenztherapie nutzt. Auch für die Behandlung der erektilen Dysfunktion stehen seit Mitte der 90er Jahre Geräte zur Verfügung. Die Therapie ist medizinisch hinlänglich erforscht worden und bei korrekter Anwendung einfach, nebenwirkungsfrei und kostengünstig. Sie wird durch den Patienten diskret zu Hause durchgeführt, ohne Termindruck und ohne auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein.

 

 

Die Wirkung ist zum einen durch die Stimulation der glatten Muskelzellen der Schwellkörper zu erklären. Diese Muskulatur ist nicht willkürlich zu beherrschen und entzieht sich damit einem aktiven Training. Die Reizströme dagegen simulieren den Nervenimpuls, auf den die Muskelzellen normalerweise reagieren. So wird deren Reaktionsbereitschaft und Schnelligkeit gesteigert.

Dieser Prozeß braucht etwas Zeit. Durch die Stimulation wird keine direkte Erektion hervorgerufen. Die Wirkung der Reizstromtherapie wird vielmehr erst durch ein mehrere Monate dauerndes Training der Schwellkörper- und Beckenbodenmuskulatur sichtbar. Dann kann sich eine Zunahme der Erektionsstärke und -dauer bzw. überhaupt wieder eine Erektion zeigen.

Davon abgesehen ist ein Mann durch bloßes Anspannen der Beckenbodenmuskulatur in der Lage, den Druck im Schwellkörper zu erhöhen. Dadurch kann die Erektion verstärkt und verlängert werden.